Pantalone



Märchen für die Bühne

Das Märchen entstammt einer volkstümlichen Erzähltradition und wurde aus dieser Tradition heraus in das Medium Buch übertragen. Aber das Märchen hat noch einer weitere Tradition, und die liegt im Theater. Weder das Kasperletheater noch die Commedia dell'arte sind jedoch Märchentheater in Reinform. Dennoch gibt es eine große Schnittmenge, vor allem das klar festgelegte Figurenspektrum, aus dem letztlich sowohl die Beziehungen der Figuren zueinander als auch die Geschichten hervorgehen. Spannend wird es dann, wenn sich die Formen vermischen, wenn zum Beispiel im Kasperle- oder Figurentheater Märchengespielt werden, oder wenn sich die Commedia dell'arte märchenhafter Stoffe bedient.

Diese Seite widmet sich den Märchen von Christian Peitz. Einige seiner ursprünglich als Radiomärchen geschriebenen Stücke, wurden in eine Form umgewandelt, die ein Spiel auf der Bühne, mit Figuren oder als Schattentheater ermöglichen.

Die Commedia dell'arte

Die Commedia dell’arte ist eine berühmte Form der italienischen Volkskomödie. Ihre Figuren und Masken sowie das Handlungsgerüst stehen zwar fest und folgen einem dramarturgischen Konzept, aber ein wesentlicher Bestandteil entsteht auch aus der Improvisation. Häufig besteht ein Schauspiel aus vier Figuren, zwei davon sind "Vecchi" (Alte), und zwei sind "Zanni" (Diener).

Ursprünglich wurde die Commedia dell'arte durch Wandergruppen gespielt. Die Tradtion dieser Wandergruppen entstand wohl im 16. Jahrhundert. Die Mitglieder einer solchen Gruppe waren meist von niederer sozialer Stellung und wandten sich mit ihrem Spiel in erster Linie an das einfache Volk.